sieht man schon was unterm Gwand?“
„Frau Königin, IHR seid die Schlankste im Land!“
Der Spiegel hat wohl etwas gesehen,
gibt ihr aber hiermit zu verstehen,
dass er nur sehen könne, leider,
wenn sie entledigt sich der Kleider
(Ganz nebenbei: Es ist kein Malheur,
solang nur ein Spiegel ist Voyeur).
„Spieglein, Spieglein an der Wand,
sieht man jetzt was, OHNE Gwand?“
„Frau Königin, IHR seid die Schlankste mein,
aber zieht ihr das Baucherl noch so ein,
man merkt, ihr seid nicht mehr allein!“
Der Spiegel tat ganz hin und weg,
von diesem süßen Babyspeck,
und so hat er ihr dann geraten,
sie von nun an täglich zu beraten.
(In Wahrheit liebt er das Geschehen,
Die Königin nackt anzusehen).
Dem König wurde dies zuviel,
denn er hat durchschaut des Spiegels Spiel.
So kam er eilends angerannt,
und schützt den Bauch mit seiner Hand.
Und in seiner wilden Eifersucht,
hat den Spiegel er verflucht:
„Vergiß den Spiegel, denk an Zwerg!
denn er braucht Bauch so dick wie Berg!“
Die Königin hat sich brav ergeben,
und so durfte sie erleben,
wie auf einmal, ganz geschwind,
aus Bauch ward wunderschönes Kind!
Und zu ihrem größten Glück,
bekam sie die Figur zurück.
Dem Spiegel war dies einerlei,
er hatte seinen Spaß dabei!
Verfasst von analysepatient
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