Grippe wegdichten

21. November 2009

Dein Kopf wird heiss und Dir wird kalt,
die Gripp’ ergreift von Dir Gewalt.
Sieht Dich an mit böser Fratze,
würgt Dich rein in die Matratze!

Ich bin sicher, dass das Lesen,
hilft dir schleunigst zu genesen.
Deshalb wird auch dieses Schreiben,
dir das Übel schnell vertreiben!


Wärmekonzept

27. Oktober 2009

An einem Tag der kalt und leer,
da drückt Arbeit doppelt schwer.
Damit ich jedoch dabei nicht knick,
benutz ich diesen, meinen Trick:

Einmal kurz an Dich zu denken,
kann mir soviel Wärme schenken,
dass ich zufrieden ohne schwächeln,
halte durch mit einem Lächeln!


Keiner hats gemerkt

30. August 2009

Falls Dir ein Mißgeschick passiert,
Fühl Dich nicht gleich angeschmiert!
Das beste was Du danach machst:
Dass Du mit allen drüber lachst!


Her damit

13. Juli 2009

Ganz nebenbei und auf die Schnelle,
fang ich heute tausend Bälle.
Denn wer die Arbeit hält in Ehren,
wird sich Montags nie beschweren!


Sabotieren um zu frieren

21. April 2009

Es gibt nichts schöneres auf Erden,
als aufrichtig geliebt zu werden.
Liebe ist mein höchstes Ideal,
und genau deswegen leid ich Qual!

So lange schon bin ich erwachsen,
doch einer Liebe nicht gewachsen.
Oft könnte ich mich selbst verhaun,
wieso brech ich immer Streit vom Zaun?

Als ob ich mich sehne voller Ungeduld,
alleine dazusitzen, tief in Schuld,
muss ich, wenns schön wird, sabotieren,
um zurückzubleiben und zu frieren.

Jetzt erst langsam darf ich verstehen,
was in meiner Kindheit ist geschehen:
Als kleines Mädchen gab es keine Liebe,
stattdessen von Familie verbale Hiebe.

Für jede noch so gute Tat,
gab es jemand, der mich trat.
Daher ist die Minderwertigkeit,
bis heute meine größte Fertigkeit,

Es wird Zeit, dass ich erwache,
und nicht wie sie dasselbe mache.
Sie fühlten sich ja selbst nichts Wert,
darum machten sie so viel verkehrt!

Falls ich einmal Kinder habe,
dann wird meine schönste Gabe,
dass ich die Liebe weitergebe,
die ich in Wahrheit oft erlebe.

Ich lasse mich nie wieder lähmen,
geschenkte Liebe einfach anzunehmen!
Erst wenn ich diese angenommen habe,
schaffe ich bedingungslose Weitergabe!


Trau Dich

25. Februar 2009

Etwas zu riskieren ist oft weniger Risiko als etwas nicht zu riskieren.


Durchhalten

21. Februar 2009

Schaust Du weinend in die Welt,
spürend wie Dein Glück zerschellt,
wirst Du davon sehr aufgewühlt,
und weißt wie man Verzweiflung fühlt.

Solche Gefühle sind zwar normal,
doch lass sie werden nicht zur Qual.
Denn Du kannst Dir wieder Hoffnung geben,
wenn Du nicht vergißt darauf, zu leben.


Sprich mit mir

2. Februar 2009

Mit der ganzen Welt versteh ich mich,
nur mit Dir kann ich nicht sprechen!
Deswegen könnte, fürchte ich,
mein Herz daran zerbrechen!

Sätze wie: „Was denkst Du grade?“
brauch ich gar nicht erst zu fragen!
Dein Versteckspiel find ich jammerschade,
warum kannst Du ’s mir nicht sagen?

Für Dich läuft alles sorgenfrei,
weil ich alles für dich tue!
Mein Gefühl, dass ich egal dabei,
das lässt mir keine Ruhe!

Darum bist Du gut beraten,
öfter mit mir zu diskutieren!
Damit wir nicht ins Aus geraten,
und letztendlich noch verlieren!


Die Sonne

30. Dezember 2008

Obwohl die Sonne mit sich selbst im Reinen,
kann sie leider manchmal nicht so scheinen,
wie sie es am liebsten prachtvoll täte,
wenn sie keine bösen Feinde hätte:
Doch Wolken verschwinden und Nächte vergehen,
aber die strahlende Sonne bleibt ewig bestehen!


Gericht am Gedicht

28. Oktober 2008

Anklage:
Ach wie schade, ach wie schade!
Mein Dichter kämpft mit Schreibblockade!
Ich als Leser finde dies bedenklich,
wenn ich ehrlich bin, ich fühl mich kränklich.

Warum ließ er die solange warten,
die auf seine Verse harrten?
Steht denn die hohe Dichterkunst,
jetzt nicht mehr in seiner Gunst?

Wehe, Wehe, meinem Dichter,
denn ich erheb’ mich jetzt als Richter!
Denn dieses Nichtstun ist ohne Frage,
Grund genug für eine Klage!

Verteidigung:
Bitte hegt doch keinen Groll,
Mein Kopf ist derzeit übervoll!
Soll ich mich auf alles konzentrieren,
kann dabei dichten schon einmal verlieren.

Es ist die Fülle der Gedanken,
die weist den besten Denker in die Schranken.
Ich selbst verspüre doch die meisten Schmerzen,
ist kein Gedicht in meinem Herzen.

Das heißt, es würde wenig bringen,
würdet ihr mich zum Dichten zwingen.
Darum seid ihr gut beraten,
ab und an auch zuzuwarten.