Sabotieren um zu frieren

21. April 2009

Es gibt nichts schöneres auf Erden,
als aufrichtig geliebt zu werden.
Liebe ist mein höchstes Ideal,
und genau deswegen leid ich Qual!

So lange schon bin ich erwachsen,
doch einer Liebe nicht gewachsen.
Oft könnte ich mich selbst verhaun,
wieso brech ich immer Streit vom Zaun?

Als ob ich mich sehne voller Ungeduld,
alleine dazusitzen, tief in Schuld,
muss ich, wenns schön wird, sabotieren,
um zurückzubleiben und zu frieren.

Jetzt erst langsam darf ich verstehen,
was in meiner Kindheit ist geschehen:
Als kleines Mädchen gab es keine Liebe,
stattdessen von Familie verbale Hiebe.

Für jede noch so gute Tat,
gab es jemand, der mich trat.
Daher ist die Minderwertigkeit,
bis heute meine größte Fertigkeit,

Es wird Zeit, dass ich erwache,
und nicht wie sie dasselbe mache.
Sie fühlten sich ja selbst nichts Wert,
darum machten sie so viel verkehrt!

Falls ich einmal Kinder habe,
dann wird meine schönste Gabe,
dass ich die Liebe weitergebe,
die ich in Wahrheit oft erlebe.

Ich lasse mich nie wieder lähmen,
geschenkte Liebe einfach anzunehmen!
Erst wenn ich diese angenommen habe,
schaffe ich bedingungslose Weitergabe!


Morgenkaffee

5. März 2009

Ohne einer dieser starken Tassen,
schaff ichs nicht den Tag zu fassen.


Bis zum Abendstille

3. März 2009

Heut gehör ich zu der Sorte,
der es mangelt rechter Worte.
Bitte mach Dir keine Sorgen,
besser klappt es sicher morgen!


Schizophrener Dichter schreibt sich selbst

25. Februar 2009

Ich wollte schreiben dir normal,
das heißt, ohne jegliche Poesie,
Doch Dichten bleibt die beste Wahl,
zu kommunizieren mit dir, Genie!

Dass auch du das Metrum intus,
hab ich von Anfang an entdeckt,
so sind mir deine Verse Cantus,
weil wirklich melodiös perfekt!

Obwohl ich dich nur kenne flüchtig,
kann ich bestens dich verstehen,
bin nach deiner Antwort süchtig,
um mich selbst darin zu sehen!


Sieh die Meise und werde weise

29. Januar 2009

Ich wär so gerne eine Meise,
damit ich dann auf ihre Weise,
in Freiheit kann, ganz ohne Sorgen,
leben, ohne Angst vorm nächsten Morgen!

Vom Hüpfen, klettern, flattern, fliegen
könnt gar genug ich niemals kriegen.
Sie bleibt neugierig, frech, unbekümmert,
auch wenn sie dabei ihr Nestchen zimmert.

Wär ich nur in des hohlen Baumes Schoß,
in ihrem Nest aus Flechten und aus Moos,
Dafür äße ich dann sogar gerne,
Insekten, Larven, Spinnen, Kerne!

Ihr könnt mir glauben, dass ich weiß,
dass ihr Kopf sieht aus Schwarz-Weiß,
Doch ich bin sicher, ihr Hirn ist bunt,
wie tät sie sonst so schöne Lieder kund?


Ehrlich ist mitunter auch beschwerlich

29. Januar 2009
Ich bin gar nicht schlecht darin,
mich so zu geben, wie ich bin.
Dabei würd ich, ums Verrecken,
diese Wahrheit gern verstecken!

Selbstkritik eines Kritikers

28. Oktober 2008
Sogar mein kleines Schwesterlein
weiß, ich bin ein Lästerschwein!

Gericht am Gedicht

28. Oktober 2008

Anklage:
Ach wie schade, ach wie schade!
Mein Dichter kämpft mit Schreibblockade!
Ich als Leser finde dies bedenklich,
wenn ich ehrlich bin, ich fühl mich kränklich.

Warum ließ er die solange warten,
die auf seine Verse harrten?
Steht denn die hohe Dichterkunst,
jetzt nicht mehr in seiner Gunst?

Wehe, Wehe, meinem Dichter,
denn ich erheb’ mich jetzt als Richter!
Denn dieses Nichtstun ist ohne Frage,
Grund genug für eine Klage!

Verteidigung:
Bitte hegt doch keinen Groll,
Mein Kopf ist derzeit übervoll!
Soll ich mich auf alles konzentrieren,
kann dabei dichten schon einmal verlieren.

Es ist die Fülle der Gedanken,
die weist den besten Denker in die Schranken.
Ich selbst verspüre doch die meisten Schmerzen,
ist kein Gedicht in meinem Herzen.

Das heißt, es würde wenig bringen,
würdet ihr mich zum Dichten zwingen.
Darum seid ihr gut beraten,
ab und an auch zuzuwarten.


Selber Schuld bei Ungeduld

15. August 2008
Ach wie schrecklich ich doch Leide,
unter der Bis-Morgen-Freude!

Klavier besiegt Kavalier

10. August 2008
Wenn ich in die Tasten hau,
ärgert das die Nachbarsfrau!